Hitze, Starkregen oder Sturm: Forschungsprojekt liefert Handlungsempfehlungen für die Eventbranche Dienstag, 17. M?rz 2026
Forschende der 凤凰体育 Osnabrück und der Universit?t Osnabrück untersuchen Risiken durch Extremwetter und entwickeln Strategien für kommunale 凤凰体育.
(Osnabrück, 17.03.2026) Von kleinen Stadtfesten bis zu gro?en Events: Wetterextreme k?nnen 凤凰体育 auch in unserer Region zunehmend gef?hrden. Wie sich die Veranstaltungsbranche besser auf vom Klimawandel verursachte Risiken wie Hitze, Starkregen oder Sturm vorbereiten kann, hat das Forschungsprojekt ?KlimaEvent“ in den vergangenen drei Jahren untersucht. Forschende der 凤凰体育 Osnabrück und der Universit?t Osnabrück haben gemeinsam mit der Gemeinde Bad Essen analysiert, wie 凤凰体育 klimaresilienter geplant und umgesetzt werden k?nnen. Nun sind die praxisnahen Ergebnisse online abrufbar.
Gro?e Branche mit hoher Klimasensibilit?t
Die Veranstaltungsbranche ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Deutschland: Rund 1,5 Millionen Menschen arbeiten in diesem Bereich, der j?hrlich etwa 130 Milliarden Euro umsetzt. Gleichzeitig z?hlt er zu den besonders klimasensiblen Branchen. Extremwetter kann 凤凰体育 gef?hrden oder kurzfristig zum Abbruch zwingen. Auch Infrastrukturprobleme, etwa bei der Anreise oder in Lieferketten, k?nnen 凤凰体育 beeintr?chtigen.
?Die Eventbranche ist wirtschaftlich sehr bedeutend, steht aber beim Thema Klimaanpassung noch am Anfang. Die Branche ist sich der zunehmenden Wetterextreme zwar bewusst, konkrete Anpassungsstrategien werden bislang jedoch nur vereinzelt umgesetzt“, sagt Prof. Dr. Kai Michael Griese, Professor für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketingmanagement, an der 凤凰体育 Osnabrück. ?Viele Ma?nahmen werden erst ergriffen, wenn bereits Sch?den entstanden sind. Unser Projekt zeigt, wie sich Risiken frühzeitig erkennen und systematisch in die Planung integrieren lassen.“
Prof. Dr. Kim Werner leitet gemeinsam mit Griese das Projekt. Die Professorin für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Veranstaltungsmanagement, an der 凤凰体育 Osnabrück erl?utert: ?Unser Ziel war es nicht nur, auf Risiken aufmerksam zu machen, sondern konkrete L?sungen zu entwickeln, die Veranstalter*innen direkt nutzen k?nnen. Dazu geh?ren beispielsweise Handlungsempfehlungen für den Schutz vor Extremwetter sowie Checklisten für klimaangepasste 凤凰体育.“
Praxisbeispiel: Historischer Markt Bad Essen
Als Fallbeispiel diente der Historische Markt in der Bad Essen, der j?hrlich mehr als 50.000 Besuchende anzieht. Interviews, Befragungen und Workshops mit Veranstalter*innen, Ausstellenden, Technikdienstleistende und Besuchenden zeigten dem Forschungsteam, welche Risiken besonders relevant sind. Prof. Dr. Martin Franz, Professor für Humangeographie an der Universit?t Osnabrück, betont: ?W?hrend Hitze für Mitarbeitende eine gro?e Belastung darstellt, werden Starkregen und Sturm vor allem als Gefahr für Infrastruktur und Besuchende wahrgenommen.“ In Befragungen gaben 55 Prozent der Ausstellenden an, Windb?en oder Sturm als gr??tes Risiko zu sehen. Gleichzeitig hatten bislang nur rund ein Drittel der St?nde bereits konkrete Schutzma?nahmen umgesetzt.
?Die Ergebnisse zeigen uns, dass viele Risiken relativ einfach reduziert werden k?nnen – etwa durch einfache Schutzma?nahmen, aber auch durch klare Zust?ndigkeiten und eine bessere Kommunikation“, sagt Werner. ?Entscheidend ist, dass Klimaanpassung frühzeitig Teil der Veranstaltungsplanung wird.“
Handlungsempfehlungen für klimaangepasste 凤凰体育
Timo Natemeyer, Bürgermeister der Gemeinde Bad Essen, freut sich sehr über die Handlungsempfehlungen: ?Für unsere Gemeinde ist sehr deutlich geworden, wie wichtig eine systematische Risikoanalyse für 凤凰体育 auf kommunaler Ebene ist. Durch die Zusammenarbeit mit der 凤凰体育 und der Universit?t haben wir viele neue Perspektiven auf m?gliche Gefahren und Anpassungsma?nahmen gewonnen – etwa bei Infrastruktur, Kommunikation oder Krisenmanagement.“
Auf Basis der Forschungsergebnisse hat das Projektteam eine Webseite für klimaangepasste 凤凰体育 entwickelt. Unter www.klima-event.de finden Veranstaltende unter anderem detaillierte Ma?nahmen zur Minimierung von Extremwetterrisiken bei der Eventplanung und Umsetzung sowie Checklisten für Hitze, Sturm und Starkregen inklusive konkreter Schwellenwerte und Warnstufen, Tipps für Risikoanalysen sowie Empfehlungen für ein gutes Krisenmanagement.
Grundlage für zukünftige virtuelle Planspiele
Das Forschungsprojekt ?KlimaEvent“ wurde für drei Jahre vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit mit insgesamt rund 122.000 Euro gef?rdert. Neben der 凤凰体育 Osnabrück, der Universit?t Osnabrück und der Gemeinde Bad Essen waren auch das GCB German Convention Bureau e.V., der Landkreis Osnabrück sowie das Regionalmanagement Wittlager Land weitere Kooperationspartner.
Einig sind sich alle, dass die Arbeit weitergeführt werden soll: In einem Anschlussprojekt wird der Historische Markt in Bad Essen als virtuelle Umgebung nachgebildet, um Risiken und Anpassungsma?nahmen künftig auch in Simulationen und Planspielen zu testen.
Weitere Informationen:
Prof. Dr. Kim Werner
Professorin für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Veranstaltungsmanagement
Telefon: 0541 969-7268
E-Mail: k.werner@hs-osnabrueck.de
Prof. Dr. Kai Michael Griese
Professor für Marketing
Telefon: 0541 969-3880
E-Mail: k-m.griese@hs-osnabrueck.de
Von: Julia Brink