Steffen M?hlenkamp: mit Disziplin und Planung zum Jahrgangsbesten Mittwoch, 19. M?rz 2025
Mit 26 Jahren hat Steffen M?hlenkamp bereits einen herausragenden Erfolg erzielt: Er schloss sein duales Bachelorstudium in ?Management betrieblicher Systeme“ mit der Studienrichtung Betriebswirtschaft als Jahrgangsbester ab. Im Interview erz?hlt er, wie er trotz zahlreicher Herausforderungen diese Spitzenleistung erreichte, welche Rolle seine Kommiliton*innen und sein Unternehmen dabei spielten und welche Pl?ne er für die Zukunft verfolgt.
Steffen, nach deiner Ausbildung hast du dich für ein duales, berufsintegrierendes Studium entschieden. Was ist das Besondere an der berufsintegrierenden Studienform?
?Das duale Studium in dem berufsintegrierenden Studienformat ist besonders interessant für Personen, die eine abgeschlossene Ausbildung haben und in einem Unternehmen einer Berufst?tigkeit nachgehen. Der Job erfordert es, dass man in jeder Woche im Unternehmen ist, so dass wir nicht, wie die meisten anderen Studierenden, im Blockmodell studieren, sondern immer freitags und samstags am Campus sind. Dann dauert das Studium auch 8 Semester. Das war genau das richtige Studienmodell für mich. Nach meiner Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Firma R?chling wollte ich richtig Arbeiten und Berufserfahrung sammeln. Gleichzeitig reichte mir aber mein Ausbildungsabschluss noch nicht und ich wollte mein Wissen vertiefen und erweitern. Anfangs war ich mir jedoch unsicher, welchen Weg ich einschlagen sollte. Nach gründlicher ?berlegung entschied ich mich für das duale Bachelorstudium in ?Management betrieblicher Systeme“ mit dem Schwerpunkt Betriebswirtschaft. Die Kombination aus theoretischem Wissen und praktischer Anwendung im Unternehmen hat mich besonders gereizt.“
Und du hast das Studium nicht nur erfolgreich abgeschlossen, sondern wurdest auch als Jahrgangsbester ausgezeichnet. Wie hast du diesen Moment erlebt?
?Das war eine riesige ?berraschung für mich! Ich hatte überhaupt nicht damit gerechnet und erfuhr erst bei der Abschlussfeier von der Auszeichnung. In dem Moment war ich v?llig überw?ltigt. Auf der Bühne gingen mir so viele Gedanken durch den Kopf – die ganze harte Arbeit der letzten vier Jahre, die Herausforderungen, die ich gemeistert habe und natürlich die Freude darüber, dass sich all das gelohnt hat. Gleichzeitig war ich auch ein bisschen wehmütig, weil das Studium damit endgültig abgeschlossen war. Ich habe die Zeit am Campus Lingen mit meinen Kommiliton*innen sehr genossen und es ist schon ein besonderes Gefühl, wenn so ein Kapitel im Leben zu Ende geht.“
Eine solche Leistung erfordert sicherlich viel Disziplin und gutes Zeitmanagement. Hattest du eine spezielle Strategie, um all das unter einen Hut zu bekommen?
?Das war definitiv eine der gr??ten Herausforderungen. Besonders am Anfang war es schwierig, da ich direkt von der Schule und Berufsschule kam, wo man noch viel Unterstützung bekommt. Im Studium musste ich dann lernen, mich selbst zu organisieren und zu motivieren. Ich habe schnell erkannt, dass ein gutes Zeitmanagement unerl?sslich ist. Meine Strategie bestand darin, die Praxis-Transfer-Projekte (PTPs) so früh wie m?glich in Angriff zu nehmen und abzuschlie?en. So konnte ich genügend Zeit einplanen, um mich auf die Klausuren vorzubereiten und die Vorlesungsinhalte nachzuarbeiten. Jede Woche habe ich versucht, den Stoff zusammenzufassen und zu wiederholen, um am Ende des Semesters nicht unter Zeitdruck zu geraten.“
Wer waren die wichtigsten Ansprechpartner*innen für dich w?hrend des Studiums, und wie haben sie dir geholfen?
?Ich wusste immer, dass ich mich an Sebastian Kizinna, den Betreuer des Studiengangs ?Management betrieblicher Systeme“, wenden konnte. Besonders wertvoll war auch der Austausch mit meinen Kommiliton*innen. Wir haben uns gegenseitig motiviert, vor allem in schwierigen Phasen. In solchen Momenten war es hilfreich, mit den anderen zu sprechen, sich gegenseitig zu unterstützen und zusammen L?sungen zu finden. Auch mein Praxisbetrieb R?chling hat mir den Rücken freigehalten, insbesondere w?hrend der Prüfungsphasen.“
Das duale Studium verbindet Theorie und Praxis. Welche Herausforderungen sind dir dabei begegnet?
?Definitiv gab es einige. Besonders herausfordernd fand ich bestimmte Module, in denen die Verbindung zwischen Theorie und meiner Arbeit im Vertrieb nicht sofort klar war. Ein Beispiel ist die finanzwirtschaftliche Unternehmensbewertung, die oft sehr abstrakt wirkte. Andererseits gab es auch praxisnahe PTPs, etwa im Marketing oder Produktmanagement, wo ich meine t?glichen Aufgaben im Unternehmen direkt einbringen konnte.“
Du hast jetzt dein Bachelorstudium erfolgreich abgeschlossen und bist fest bei R?chling angestellt. Welche n?chsten Schritte planst du? Hast du konkrete Ziele für die kommenden Jahre?
?In den n?chsten Jahren m?chte ich mich beruflich weiterentwickeln und die Chancen nutzen, die sich mir bieten. Ein Masterstudium plane ich ebenfalls, bin mir aber noch unsicher, in welche Richtung es gehen soll. Neben Beruf und Studium m?chte ich auch die Zeit nachholen, die durch die Pandemie verloren ging. Reisen und Zeit mit Freunden stehen ganz oben auf meiner Liste.“
Hast du abschlie?end noch einen Rat für diejenigen, die über ein duales Studium nachdenken?
?Ich kann das duale Studium am Campus Lingen nur empfehlen. Es ist zwar anspruchsvoll und erfordert Disziplin sowie ein gutes Zeitmanagement, aber die Verbindung von Theorie und Praxis ist einfach einzigartig. Besonders der Campus in Lingen hat mir viel gebracht, und ich bin überzeugt, dass jede*r, der diesen Weg w?hlt, davon profitieren wird. Die vier Jahre sind zwar fordernd, aber definitiv machbar. Wer sich engagiert und das Studium ernst nimmt, wird dafür belohnt. Mein Tipp: Traut euch und probiert es aus – es lohnt sich in jedem Fall!“